Was passiert, wenn ein Boot auf dem Traunsee brennt und dabei eine Person im Wasser verschwindet? Genau das haben wir gemeinsam mit mehreren Feuerwehren geübt – und die Antwort war: koordinierte Teamarbeit auf und unter Wasser, in der Luft und an Land.
Der Alarm kam als Brandverdacht auf einem Wasserfahrzeug. Beim Eintreffen der ersten Kräfte bestätigte sich der Ernstfall: Eine aufsteigende Rauchsäule über dem Traunsee ließ keinen Zweifel. Laut Erstmeldung hatte sich die dreiköpfige Bootsbesatzung ins Wasser gerettet – doch beim Heranschwimmen ans Ufer verschwand eine Person von der Wasseroberfläche. Die beiden anderen Personen konnten zunächst ebenfalls nicht aufgefunden werden. Damit war klar: Brandbekämpfung und die Suche nach allen drei Personen mussten gleichzeitig laufen.
Der Einsatzleiter sorgte für eine rasche Zuweisung der Einsatzaufträge – ein Teil der Kräfte wurde bereits auf der Anfahrt informiert, weitere Einheiten erhielten ihre Aufträge direkt vor Ort an der Einsatzleitstelle. Das Kommando Ebensee errichtete eine Einsatzleitstelle vor Ort und wurde dabei von der Drohne der FF St. Agatha mit Livebildern aus der Luft versorgt – ein entscheidender Vorteil für die Lageeinschätzung.
Was zur gleichen Zeit stattfand:
Brandbekämpfun: Zunächst Außenangriff vom A-Boot der FF Ebensee, anschließend gingen Atemschutzträger im Inneren des Bootes vor.
Personensuche auf dem Wasser: A-Boot der FF Traunkirchen sowie das Rettungsboot der FF Ebensee suchten die Wasseroberfläche ab.
Unterwassersuche: Tauchstützpunkt 3 führte die gezielte Suche unter Wasser durch, gesichert und herangebracht durch das Rettungsboot der FF Rindbach.
Luftaufklärung: Die Drohne der FF St. Agatha lieferte Echtzeit-Lagebilder direkt an die Einsatzleitung.
Suche zu Land: Eine eigene Gruppe durchkämmte parallel den gesamten Uferbereich.
Bergung & Umweltschutz: Da keine Betriebsmittel ausgetreten waren, konnte das Fahrzeug nach Abschluss der Löschmaßnahmen sicher durch das A-Boot der FF Ebensee an Land geschleppt werden.
Im Laufe der Suche konnten die beiden vermissten Personen erschöpft am Ostufer aufgefunden werden – sie hatten es eigenständig ans Ufer geschafft, waren aber nicht mehr in der Lage, auf sich aufmerksam zu machen. Die dritte Person wurde durch den Tauchstützpunkt 3 unter Wasser lokalisiert. Alle Übungsziele wurden damit erfolgreich abgearbeitet.
Nach rund einer Stunde konnten alle Übungsziele erfolgreich erreicht werden. In der anschließenden Nachbesprechung vor Ort zog Übungsleiter ein durchwegs positives Fazit.
Dieser bedankte sich bei allen beteiligten Einheiten für das herausragende Engagement, die reibungslose Koordination und die vorbildliche Zusammenarbeit.
Ein besonderer Dank gilt der Fa. Peer, die ein Wasserfahrzeug als realistisches Brandobjekt zur Verfügung stellte und damit diese Übung erst ermöglichte.











